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HyMethanol - Upscale einer modular aufgebauten Methanolsynthese aus grünem H2 und CO2

Das Projekt HyMethanol

Methanol ist ein wichtiger Grundbaustein der Chemieindustrie, der unter anderem für die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen verwendet werden kann. Für die Erzeugung von Methanol wird zurzeit ein Synthesegas aus Wasserstoff und Kohlenoxiden verwendet, das in Deutschland zu einem Großteil aus importierten fossilen Kohlenwasserstoffen wie Methan gewonnen wird. In diesem Prozess entsteht eine große Menge CO2, das in die Umwelt ausgestoßen wird.

 

Technologie

Die HyGas-Anlage der iGas energy zerlegt organische Abfälle wie Klärschlamm und landwirtschaftliche Abfälle in ihre Grundbestandteile, wobei unter anderem ein wasserstoff- und CO2-reiches Gasgemisch entsteht. Es soll genutzt werden, um Methanol in einem neuen, im Projekt HyMethanol zu entwickelnden Syntheseprozess zu erzeugen. Somit ist der Ausgangsstoff des Methanols nicht fossil und teure Rohstoffimporte sowie hohe CO2-Emmissionen entfallen. 

 

Ziel

Das Ziel des Projektes ist, diesen neuen Prozess in die bestehende HyGas-Anlage zu integrieren. Die größte Herausforderung ist hierbei, den Syntheseprozess auf die Zusammensetzung des HyGas auszurichten, die sich deutlich von jener des herkömmlichen Synthesegases unterscheidet. Zudem ist die Qualität des HyGas von den genutzten organischen Abfällen abhängig und unterliegt somit zeitlichen Schwankungen, was bei fossilem Synthesegas nicht vorkommt.
Als Projektpartner bringt das Institut für elektrochemische Verfahrenstechnik IET-4 des Forschungszentrums Jülich langjährige Erfahrung im Bereich der Kraftstoffsynthese mit. Dort existiert bereits ein Teststand mit Versuchsreaktor im Labormaßstab. Im Rahmen des Projektes setzt sich das IET hauptsächlich mit der Anpassung des bestehenden Testreaktors an die Betriebsbedingungen der HyGas-Anlage auseinander. Begleitend dazu unterstützen Simulationsmodelle die Auslegung. Anschließend finden das Upscaling des Prozesses und die Integration des neuartigen Reaktors in die HyGas-Anlage im niedersächsischen Vechta durch die iGas energy statt.
 

 

Projektlaufzeit: 01.04.2025 – 31.03.2028

Förderkennzeichen: IN-EN-2-013A

Kontakt: Karl-Heinz Lentz       E-mail: kh.lentz@iGas-energy.de

Projektpartner:

  • Institute of Energy Technologies (IET) - Elektrochemische Verfahrenstechnik (IET-4) Forschungszentrum Jülich GmbH

 

Mit Mitteln der Europäischen Union finanziert: